Konzept

Brückenwettbewerb Wuppertal

Bei der Ortsbegehung, die für uns die ersten Bilder in unserer Vorstellung hervorgerufen haben, waren die Monolith stehenden Auflager aus hervorgehender Zeit. Unsere Idee war es diese beiden Pole über eine direkte Verbindung zu verbinden.
Das zahlreiche Aufkommen von Personen an diesem Ort geprägt durch die angrenzende Schule und die darunter neu angelegte Fahrbahntrasse, wuchs der Wunsch auf einen Brückenentwurf im Sinnbild einer dynamischen Bewegung zu inszenieren. Das Erscheinungsbild der Brücke sollte sich nicht nur in die Umgebung fügen, sondern sich als ein konstruktiv und statisch einheitliches Bauwerk präsentieren.
Die Passanten sollen einerseits die Möglichkeit haben die 2 Pole auf direktem Weg zu überqueren und aus der Betrachtungsweise der Formensprache einen „Tunnel“, der perspektiv verzerrten Wahrnehmung erleben.

Brückenwettbewerb Wuppertal
Das erste Leitbild der „Bewegung“ haben wir durch die Idee eines rotierenden Fadens, der Helix, zum Ausdruck bringen wollen, das dem Tragwerk keine mögliche Option von Nachhaltigkeit bieten konnte.
Die weiterentwickelte Idee sollte beide Ausdrucksformen aus statischer Konsequenz und ästhetischem Anspruch effektiv miteinander verknüpfen, welche vorher aus der Folge von physikalischen Gesetzmäßigkeiten in Frage zu stellen war.
Eine Reduzierung auf das wesentliche Leitbild entsprach einer gradlinigen Verbindung mit dem Zusammenhang einer optischen Fokussierung auf das andere Pol.

Eine Konstruktion aus Spannseilen mit der Kombination von immer kleiner werdenden Ringsegmenten, gekoppelt an die beiden Pylone, bilden das Haupttragwerk der Brücke. Die Kreisform der Stahlringe hat statisch gesehen viele Vorteile, da die Zugkräfte die von den Spannseilen auf die Ringsegmente wirken, gleichmäßig auf den jeweiligen Stahlring verteilt werden. Die Pylone sind eingespannte Betonpfeiler, welche die Zugkräfte ins Erdreich ableiten.
Die Ringe erreichen zur Mitte hin ihren kleinsten Radius und somit auch ihren Wendepunkt.
Die Trichterwirkung fokussiert somit nicht nur ein Spannungsfeld zwischen den Pylonen, sondern inszeniert auch die miteinander verbunden Pole.
Der Betrachter wird regelrecht in die Brücke hineingezogen und ab dem Wendepunkt heraus geleitet.
Das Belichtungskonzept funktioniert über die Ringsegmente, welche jeweils einen integrierten Leuchtkörper enthalten und im nächtlichen Zustand die Trichterwirkung stärken und gleichzeitig den Steg beleuchten.
Es ist durchaus denkbar mit den Lichtkörpern auch individuelle Lichtkonzepte zu entwickeln und evtl. mehrere Farbleuchten anzubringen um interessante Lichtspiele zu erzeugen.


Galerie